Bewegte Schule: Ideengeber ist ein Schweizer
Einer der Ersten, die mehr Bewegung in Schulen bringen wollten, war der Schweizer Urs Illi. Vor rund 40 Jahren hat er sich dafür eingesetzt, Schule und Unterricht mobiler zu machen. Entstanden ist das Konzept Bewegte Schule – zunächst für Grundschüler, im Laufe der Jahre dann Schritt für Schritt auch für ältere Klassen. Heute spielt die Bewegte Schule eine immer größere Rolle beim Thema Unterrichtsgestaltung.
Ein wichtiger Aspekt dabei ist, dass wir nicht nur über das Hören und das Sehen lernen. Es funktioniert tatsächlich besser, wenn wir in Bewegung sind, neue Dinge und Sachverhalte während einer Tätigkeit lernen. Und noch einen Vorteil bringt die Bewegung: Unser Gehirn ist besser durchblutet und leistungsfähiger.
Nach Angaben der Neuro- und Sportwissenschaftlerin Sabine Kubesch können Kinder, die sich in kurzen Pausen intensiv bewegt haben, „besser fokussieren und Störreize leichter ausblenden“. Schon kleine Bewegungseinheiten können also eine Menge bewirken – und das eben nicht nur draußen, sondern auch im Klassenraum. (https://www.spektrum.de/news/training-sport-macht-klug/1782986)
Abwechslungsreiche Bewegungseinheiten im Klassenraum
Wie fantasievoll und vielfältig Bewegte Schule sein kann, hat das österreichische Bildungsportal schule.at zusammengestellt (https://themen.schule.at/themen/bewegungsideen). Minimalistische Einheiten wie „Schwamm ausdrücken“ oder dem „Nudelwalker“ (mit einem Bleistift) sind beispielsweise direkt am Sitzplatz möglich. Gute Möglichkeiten also, um zwischendurch mal ein, zwei Minuten Abwechslung in den Unterricht zu bringen.
Etwas aufwändiger und auch platzintensiver dann die vielen anderen Übungen, bei denen Schülerinnen und Schüler sich frei im Raum bewegen oder am Boden üben. Hier profitieren natürlich alle Klassen, die beim Mobiliar auf eine höchstmögliche Flexibilität setzen können – so wie mit dem Fünfecktisch EWT.5 von Einrichtwerk. „Bei dessen Entwicklung ging es uns nämlich nicht nur um die nahezu grenzenlose Kombinierbarkeit für die Gruppenarbeit, sondern auch um die schnelle und platzsparende Aufbewahrung der Tische“, sagt Mitentwickler und EinrichtWerk-Geschäftsführer Michael Ochsenfeld.
In Minutenschnelle bekommt der flexible Unterrichtsraum ein neues Gesicht
Mit wenigen Handgriffen können Schülerinnen und Schüler so gemeinsam Freiräume für Bewegungseinheiten schaffen – und selbst diese Aufgabe ist schon Teil der Bewegten Schule. „In manchen Klassen gehört dies fest zum täglichen Unterricht. Eingespielte Teams sind da auch in der Primarstufe rasend schnell“, weiß Ochsenfeld aus Erfahrung. Von einem Moment auf den anderen wird mit Teamwork aus dem Klassenraum mit Tischen und Stühlen eine perfekte Umgebung für kleinere und größere Bewegungseinheiten im Unterricht.
Aber selbst dann, wenn Schülerinnen und Schüler auf ihrem Stuhl an einem Tisch sitzen, bedeutet dies noch immer nicht, dass sie regungslos sitzen müssen. Urs Illi, der Begründer der Bewegten Schule, hatte schon Anfang der 1980-er Jahre das Dynamische Sitzen im Blick. Heißt: Wenn wir auf einem Stuhl unterschiedliche Sitzpositionen einnehmen können, ist unserem Bewegungsapparat schon eine Menge geholfen.
Richtiges Sitzen ist immer mit Bewegung verbunden
Während Büromöbelhersteller seit mindesten zwei Jahrzehnten intensiv an der Ergonomie von Sitzmöbeln arbeiten, weil Rückenschmerzen wegen schlechter Stühle enorme Unternehmensausfälle wegen Krankschreibungen verursachen, sitzen die meisten Schülerinnen und Schüler im Unterricht weiterhin auf regelrechten Brettern. Folge: Selbst in der Primarstufe spielen Rückenleiden mittlerweile eine Rolle.