Ein Überblick
In den letzten Jahren haben Schulen und Lehr-/Lerneinrichtungen versucht, die Entwicklung innovativer Lernumgebungen und Lernräume aktiv zu fördern. Dennoch sind die meisten Klassenräume von heute in ihrer Ausstattung noch wenig verändert. Viele Schulen aber wollen die traditionell strikte Hierarchie zwischen Lehrkraft und Lernenden nach und nach verdrängen, um Raum für eine aktive Lernumgebung mit digitalen Medien und offenen pädagogischen Ansätzen zu schaffen.
Dabei sind diese Innovationen nicht nur von erheblichen Investitionen durch architektonische Veränderungen oder in die Ausstattung abhängig. Die Grundlage der Entwicklung aktiver Lernumgebungen basiert in erster Linie auf einem Wandel der Vision des Lernens. Diese führt zu einer veränderten Denkweise der Lehrkräfte und zielt darauf ab, auch die Wahrnehmung und Anpassung der Lernenden zu fördern.
Pädagogische Veränderungen sind auch in Klassenzimmern mit der traditionellen Grundausstattung an Stühlen und Tischen möglich. Die Bereitstellung innovativer Lernräume und die Investition in Ausrüstung und Technologie sind nicht unbedingt ein Mittel für den Wandel an sich. Allerdings erleichtern entsprechende Veränderungen des Lernraums und die Integration von Bildungstechnologie den pädagogischen Wandel.
Der dynamische Lernraum mit flexibler Sitzordnung
Wie bereits angedeutet, basiert Innovation im Bildungswesen nicht nur darauf, aus Altem vollkommen Neues zu entwickeln. Es geht vielmehr darum, sich darüber bewusst zu werden, welche pädagogischen Konzepte verfolgt werden sollen und welche Art von Wissenstransfer stattfinden soll.
In vielen Klassenräumen findet sich nach wie vor die klassische Reihenaufstellung wieder, die ideal für den traditionellen und lehrerzentrierten Frontalunterricht geeignet ist. Indem die Lehrkraft den vor der Tafel sitzenden Schüler:innen gegenübersteht, dominiert die Lehrkraft hierbei den Unterricht. Obwohl sich der Frontalunterricht im Laufe der Zeit gewandelt hat und die Lehrer:in in den meisten Fällen die Schüler:in in das Unterrichtsgeschehen mit einbindet, liegt die Gesprächsführung klar bei der Lehrkraft. Durch den Vortragscharakter und die Wortführung der Lehrkraft können im Frontalunterricht vergleichsweise viele Informationen in kurzer Zeit vermittelt werden und das, ohne die Kontrolle über die Klasse zu verlieren. Durch den hohen Redeanteil der Lehrkraft und die Flut an Informationen kann die Konzentration der Lernenden allerdings schneller nachlassen. Ebenso werden die Schüler:innen in dieser Unterrichtsform nicht dazu angeregt, Problemlösungskompetenzen und ein Sozialgefüge zu entwickeln, weil kaum Kommunikation untereinander stattfindet.
Ohne architektonische Umbaumaßnahmen lassen sich auch aus diesen traditionellen Klassenzimmern mit verhältnismäßig wenig Aufwand moderne, agile Lernräume kreieren. Um eine zeitgemäße Lernkultur in Lehreinrichtungen zu schaffen, werden flexibles Mobiliar und Bildungstechnologie benötigt. Das verhindert, dass der Klassenraum starr bleibt und die Möglichkeiten unterschiedlicher Lernszenarien auf ein Minimum reduziert werden.
Ein flexibler Lernraum ermöglicht Schüler:innen und Lehrer:innen die Anwendung einer größeren Vielfalt von Lernszenarien, Lehr- und Lernmethoden sowie Arten der Interaktion und Kommunikation. Die reine Wissensvermittlung von Sachkenntnissen ist zwar nach wie vor ein wichtiger Faktor, doch Stellenwert zugeschrieben. Dadurch werden Sozial- und Problemlösungskompetenzen sowie Kreativität gefördert.
Moderne Lernräume unterstützen dabei eher einen schülerzentrierten Unterricht und übertragen der Lehrkraft eine Rolle als Lernbegleiter oder Moderator, ermöglichen jedoch trotzdem die Umsetzung des Frontalunterrichts. Durch flexible Schulmöbel im Klassenraum erhalten die Pädagog:innen die Möglichkeit, den Raum individuell und aktiv als Lernfaktor zu integrieren und so das gewählte Lernszenario und am Ende den Lernerfolg bestmöglich zu unterstützen.
Dynamische Klassenräume mit flexiblem Mobiliar
Um die beschriebenen Zusammenhänge zu verdeutlichen, stellen wir zwei Beispiele für dynamische Formate aus dem NOVIGADO Leitfaden vor. Eine Gemeinsamkeit haben alle Beispiele: Man kann sie schnell und einfach mit Hilfe unseres Fünfecktischs umsetzen.
Mit dem EinrichtWerk Fünfecktisch sind Sie für alle Szenarien gut ausgerüstet. Der Fünfecktisch ist nicht nur leicht zu bewegen, sondern passt sich auch spielend leicht an Lernszenarien und flexible Raumkonzepte an. Von der traditionellen Reihe, bis hin zu individuellen Lerngruppen, Diskussionsrunden oder Einzeltischen.
Zudem unterstützen wir Sie mit unserer Kombinationshilfe auch dabei, die passende Lösung für Ihren pädagogischen Ansatz zu finden.